Dieses Dokument enthält einige Grundregeln für die Betreibergemeinschaft eines Internet-Servers. Es sollte nicht als dogmatisches Regelwerk betrachtet werden. Vielmehr besteht die Hoffnung, dass gesunder Menschenverstand ausreicht, um die Angelegenheiten der Gemeinschaft zu verwalten. Die unten aufgeführten Punkte sind zunächst Diskussionsgrundlage und dienen dazu, herauszufinden, ob die Erwartungen der Teilnehmer ähnlich sind.
Autoren: Henning Colsman-Freyberger
Gerd Aschemann
Stand: $Date: 2001/02/11 17:00:58 $ / $Revision: 1.7 $ Letzte Änderung: $Author: ascheman $
Das System wird bei einem Provider, der Firma Jippii GmbH als Server gehostet. Die Hardware wird von der Gemeinschaft finanziert und von Gerd Aschemann und Dieter Heiliger als Administratoren verwaltet. Als Betriebssystem wird Linux in einer Standard-Distribution (vorauss. SuSE) eingesetzt.
Neben den Kosten für die Hardware fällt eine einmalige Anschlussgebühr von 299,-- DM an, sowie eine monatliche Grundgebühr von 99,-- DM (incl. 50 GByte Transfer), jeweils zzgl. gesetzl. Mehrwertsteuer. Die Hardware (Gehäuse: 1HE, Intel Motherboard mit Graphik und 100 MBit/s Ethernet, 600 MHz Celeron, 64 MB Hauptspeicher, 20 GB Harddisk, Floppy, DVD) kostet ca. 1800,-- DM (plus MWSt.). Als Betriebszeitraum werden zunächst zwei Jahre anberaumt. Somit entstehen folgende Kosten:
Anschlussgebühr 300,-- DM
Grundgebühr (24 Monate) 2.400,-- DM
Hardware 1.800,-- DM
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Gesamt 4.500,-- DM
Mehrwertsteuer 720,-- DM
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Summe 5.220,-- DM
Der Kosten betragen bei 7 Personen 30 DM pro Monat pro Person, incl. Mehrwertsteuer. Damit wären die monatlich anfallenden Kosten und die Hardware-Investition (über 2 Jahre abgeschrieben) gedeckt. Um das finanzielle Risiko unter allen Teilnehmern gleichmässig zu verteilen, zahlt jeder am Anfang DM 720,- (24 Monate * DM 30/Monat). Die restlichen Kosten werden von den Administratoren gedeckt. Falls sich initial oder im Laufe der Zeit mehr als 7 Personen beteiligen, werden die Mehreinnahmen zunächst in Hardware-Upgrades (Hauptspeicher: 128 MB und Massen-Speicher bei Bedarf) investiert, entsprechende Rücklagen für den Fall eines Hardware-Ausfalles gebildet (bis 20 % der Kosten für Hardware-Neubeschaffung), sowie für Aufwandsentschädigungen an die Administratoren (Fahrtkosten zum Provider, Einwahl, Buchführung etc.) verwendet. Bei mehr als zehn Teilnehmern werden die Anteile neu berechnet und ggf. zurückerstattet. Von Teilnehmern, die höhere Kosten bzw. höheren Aufwand verursachen, z.B. durch Betrieb mehrerer Domains wird eine erhöhte Beteiligung erwartet. Hier müssen allerdings erst Erfahrungen gesammelt werden.
Nach Ablauf der zwei Jahre wird der Monatssatz neu berechnet, wobei Rückstellungen für Hardware-Ersatz gebildet werden sollten. Dabei wird eine erneute Zeitspanne festgelegt, die als Kooperationslaufzeit festgelegt wird. Bei der Festlegung dieser Zeitspanne ist die Kündigungsfrist beim Provider zu berücksichtigen.
Sollte im Laufe der 2 Jahre eine unerwartet hohe oder mehrfache Ersatzinvestition getätigt werden müssen, wird diese von allen Teilnehmern in einem Sonderbeitrag gezahlt. Ersetzte Hardware (z.B. bei notwendigem Upgrade oder bei Beendigung der Gemeinschaft) fällt an die Administratoren, sofern kein nennenswerter Erlös beim Verkauf des betreffenden Gerätes/Bauteiles mehr zu erwarten ist. In letzterem Fall haben die Administratoren Vorkaufsrecht, ansonsten kann ein beliebiger Teilnehmer das entsprechende Bauteil gegen (einmaliges) Gebot erwerben. Das Teil fällt an denjenigen, der das höchste Gebot gemacht hat (keine Versteigerung mit mehreren Geboten). Der Erlös wird für Ersatzbeschaffung oder Rücklagen genutzt, bzw. bei genügenden Rücklagen anteilsmässig an die Teilnehmer zurückerstattet.
Nur die Administratoren werden bezüglich des Server-Betriebes Kontakt mit dem Provider haben. Sämtliche weiteren Teilnehmer richten sich an die Administratoren bei Anfragen, die sonst an den Provider gehen würden. Davon bleibt natürlich die Regelung von Fragen bezüglich der persönlichen Domains der Teilnehmer unberührt, insbesondere wenn diese im Einvernehmen zwischen den Administratoren, dem Domain-Besitzer und dem Provider gelöst werden müssen.
Die Administratoren machen die Arbeit aus Liebe an der Sache. Somit wird kein Teilnehmer versuchen, auf sie Termindruck auszuüben. Die Adminstratoren kommen Wünschen der Teilnehmer nach, wenn sie die Zeit dafür haben. [In anderen Worten: Admins haben auch ein anderes Leben, das eine höhere Priorität hat. Dieses ist zu respektieren.]
Teilnehmer sollten die Administratoren primär per EMail kontaktieren. Für dringende Fälle (Serverabsturz usw) sollten die Administratoren auch telefonisch erreichbar sein.
Jeder Teilnehmer hat den Administratoren jegliche Änderung auf dem Server zu melden, die sich nicht auf Dateien des eigenen Kontos beschränkt. Somit sind die Administratoren jederzeit informiert über den Stand des Servers. Falls der Teilnehmer nicht 100% sicher über das Resultat seiner geplanten Aktion ist, sollte er vorher die Administratoren um Rat bzw. Erlaubnis fragen.
Die Administratoren können gemeinsam weiteren Personen vollständige (Root) oder teilweise (SuDo, ...) Administrationsrechte einräumen. Sie informieren die Teilnehmer über solche Änderungen.
Sinn des Servers ist es, den Teilnehmern Dienste für ihre verschiedene Domains anzubieten. Es ist nicht Sinn und Zweck des Servers, eine Plattform für wildes Experimentieren/Hacken/Cracken zu bieten. Dieses Projekt soll als Ersatz der Dienste eines anderen Providers gesehen werden. Eigenverwaltung bedeutet hierbei Eigenverantwortung. Dieses bedeutet z.B. dass die Teilnehmer nicht beliebige Prozesse starten, beliebige Dateien bearbeiten oder beliebige Ports aufmachen.
Es ist anfangs vorgesehen, folgende Dienste auf dem Intel-basierten Server (Linux als OS) einzurichten:
Einzelne Teilnehmer können das Installieren weiterer Software erbeten. Die Adminstratoren werden jeden Wunsch auf Machbarkeit und Sinn prüfen, und dabei auf die Interessen aller Teilnehmer achten.
Bei Überschreiten des Transfervolumens wird der Server für den Rest des Monats vom Netz genommen. Um dieses zu vermeiden, haben die Administratoren über die Daten-Transfermengen zu wachen und proaktiv zu handeln. Bei einer eventuellen Erhöhung der Transfermenge beim Provider sind die anfallenden Mehrkosten über die Teilnehmer unter Berücksichtigung des von ihnen jeweils verursachten Volumen zu verteilen.
Administratoren können jede Software auf Basis von Sicherheits- oder Performance-Aspekten ablehnen. Diese Entscheidungen sind zu respektieren.
Im Falle grober Nachlässigkeit oder wiederholten Vertrauensmissbrauchs eines Teilnehmers haben die Administratoren das Recht, diesen Teilnehmer dauerhaft auszuschliessen. Die vorgeleisteten Zahlungen für die Kooperationslaufzeit werden nicht erstattet. Ausnahme: alle übrigen Teilnehmer erklären sich bereit, die Mehrkosten zu übernehmen. Der ausgeschlossene Teilnehmer kann die Ausschluss-Entscheidung bei allen Teilnehmern zur Diskussion stellen. Die endgültige Entscheidungskompetenz liegt aber dennoch bei den Administratoren.
Ein Ausstieg aus der Gruppe ist möglich. Die vorgeleisteten Zahlungen für die Kooperationslaufzeit werden nicht erstattet. Ausnahme: alle übrigen Teilnehmer erklären sich bereit, die Mehrkosten zu übernehmen.
$Log: rules.pod,v $ Revision 1.7 2001/02/11 17:00:58 ascheman Zwei kleine Fehler verbessert
Revision 1.6 2000/10/18 21:16:03 ascheman M...anche Fehler merkt man erst wenn es zu spät ist: Ein vergessenes =back macht alles zu nichte!
Revision 1.5 2000/10/18 21:10:57 ascheman Erste Freigabe nach Abstimmung mit Henning und Dieter
Revision 1.4 2000/10/13 16:30:46 ascheman - Kleinere Korrekturen - Recht der Administratoren an der Hardware aufgenommen
Revision 1.3 2000/10/13 16:18:51 ascheman Das Datum ist vielleicht wichtiger als die Version ...
Revision 1.2 2000/10/13 16:17:27 ascheman Neue Punkte eingeführt: - Modell - Ein-/Ausgaben-Übersicht - Liste der offenen Punkte
Leistungsliste als echte Liste PODifiziert CVSifiziert